Ein- und Durchschlafstörungen


Ein- und Durchschlafstörungen, auch Insomnie genannt, sind die am häufigsten auftretenden Schlafstörungen. Insomnie wirkt sich nicht nur auf den Schlaf, sondern auch auf den Wachzustand am Tage aus, da sie zu Tagesmüdigkeit und Konzentrationsstörungen führt.
Insomnie ist - ebenso wie Fieber oder Magenschmerzen - ein Symptom für andere gesundheitliche Probleme und kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden.
Die Ursachen von Ein- und Durchschlafstörungen können sehr unterschiedlich sein.

Psychologische Faktoren
Stress, Konflikte und Probleme im täglichen Leben, in der Familie sowie bei der Arbeit können den Schlaf stark belasten. Psychische Probleme wie Angstzustände und Depressionen haben sehr häufig Schlafstörungen als Symptome, vor allem wenn ungewollt frühzeitiges Erwachen hinzukommt.

Leistungskurve

Schlafhygiene
Viele Stimulanzien verändern die Schlafarchitektur und können nächtliches Erwachen provozieren. Koffeinhaltige Getränke, Alkohol, Nikotin, aber auch Mittel gegen Asthma und Erkältung sowie zur Gewichtsabnahme können den Schlaf negativ beeinflussen.
Schichtarbeit sowie unregelmäßige Arbeitszeiten ziehen sehr häufig Schlafstörungen nach sich. Aber auch Menschen mit einem besonders ruhigen Tagesablauf haben häufig Einschlafschwierigkeiten.
Wer unter Stress schlecht schläft macht sich oft Sorgen über die Einschränkung seiner Funtionstüchtigkeit am Tage, die auf den Schlafmangel zurückgeht. Je mehr man sich um einen erholsamen Schlaf in der Nacht bemüht, desto mehr verschärft sich dieses Problem. Mit den Anstrengungen, Schlaf zu finden, werden Wachheit und die Sorge um einen erholsamen Schlaf automatisch gesteigert. Man spricht von erlernter Insomnie. 

Schlafumfeld
Neben vielen anderen Faktoren spielt gerade das Schlafumfeld eine oft unterschätzte Rolle.
Die falsche Matratze, das Kissen, ein zu warmes Bett beeinflussen unseren Schlaf nachhaltig, genauso wie Licht, Lärm, Temperatur oder Elektrosmog.

Erkrankungen
Verschiedene Funktionsstörungen des Körpers können den Schlaf ebenfalls beeinträchtigen.
Zu den häufigsten Ursachen zählen hier schlafbezogene Atmungsstörungen, wie schweres Schnarchen und Schlafapnoe, periodische Beinbewegungen, nächtliches Sodbrennen sowie allgemeine Schmerzen.